Gemeindebrief

Darstellung des Herrn

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn im Tempel. Die Geschichte ist bekannt. Das kleine Jesuskind wird im Tempel Gott geweiht. Ab nun kann Gott dieses Kind ausschließlich für sich beanspruchen. Und im Fall von Jesus geschieht dies tatsächlich. Mit ungefähr 30 Jahren verlässt Jesus die eigene Mutter Maria und die Heimatstadt Nazareth, um nur noch für Gott und dessen Pläne zur Verfügung zu stehen.

Jesus, das Lamm Gottes, lässt sich ähnlich einer angezündeten Kerze ganz als Lichtspender gebrauchen. Deshalb werden am Fest der Darstellung des Herrn auch die Kerzen gesegnet.

Jesus selbst wird uns also zum Vorbild, um sich für den Dienst am Nächsten, an der Kirche und an der eigenen Pfarrgemeinde gebrauchen zu lassen. Aus diesem Grund feiert die Kirche den 2. Februar auch als den Tag des geweihten Lebens. In vielen Diözesen weltweit lädt der Bischof an diesem Tag alle Ordensleute ein, um gemeinsam mit ihm Gott feierlich das heilige Messopfer darzubringen.

Alle Ordensleute haben Gott versprochen, mit Seiner Hilfe das Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams gegenüber einem konkreten Oberen einzuhalten. Es ist ein wirklich alternatives Lebensprogramm, welches in der Gemeinschaft gelebt wird. Der Vorgeschmack der ewigen Glückseligkeit einst im Himmel soll konkret hier in dieser Welt aufgezeigt werden.

Aber nicht nur Ordensleute, sondern alle getauften Christen sind dazu eingeladen, wie Jesus in Seinem Sinne Lichtspender für Gott und die Mitmenschen zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen reich gesegneten Monat der „Lichtmess“.

Ihr      


Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Wenn im Winter die Erde mit Schnee bedeckt ist und man sich dann einen Spaziergang in der Natur gönnt, wird man überrascht von der erfrischenden Stille. Der Monat Januar lädt uns geradezu zur Stille ein. Die hektische Weihnachts- und Neujahrszeit ist vorbei. Und endlich herrscht Ruhe, könnten wir sagen.

Doch oft sind wir gar nicht mehr daran gewöhnt, in Ruhe und Stille zu leben. Wie lange halten wir es denn aus ohne den Fernseher, das Radio oder das Handy? Oder könnten wir einen Tag ganz still, nur bereit für Gottes Gegenwart, überleben?

Bei den Exerzitien des hl. Ingnatius von Loyola wird strengstens auf die Stille geachtet. Und immer wieder kann die erfreuliche Erfahrung gemacht werden, dass es gerade diese Stille war, in der die Teilnehmer die erwartende, liebende Stimme Gottes wahrnahmen.

Wie in der Natur der Winter und der Schnee seinen Sinn hat, so hat auch die Stille in unserem geistigen Leben eine ganz wichtige Bedeutung. Man braucht sich dazu nicht unbedingt sofort für längere Zeit in die Wüste zurückzuziehen. Aber so manche Menschen haben sich in ihrem Heim ihre Gebetsecke eingerichtet, wo sie sich täglich in der Stille vor Gott einüben.  Äußerlich und innerlich still werden und sich ganz diesem liebenden Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, zu überlassen, wird so zum immer wiederkehrenden, starken Moment des Auftankens.

Die Stille ist eine Chance. In der Stille vor Gott liegt Stärke.

Ihr


Weihe an das Unbefleckte Herzen Mariens

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Der 8. Dezember hat in unserer Pfarrei eine besondere Bedeutung. Wie jedes Jahr wollen wir auch am kommenden 8. Dezember mit einer sehr feierlichen hl. Messe um 09.30 Uhr in Pritzwalk alle Mitglieder unserer Pfarrei und alle Menschen, die innerhalb unseres Pfarrterritoriums leben, dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen.

Wir wollen uns alle mit einem unzerreißbaren Band an Jesus durch Maria binden. Wir überlassen Maria und so Jesus die Verfügungsgewalt über unsere Existenz, über unser Hab und Gut, über unsere Gesundheit und Pläne, über unseren Leib und unsere Seele.

In wessen Hände könnte unser Leben besser geborgen sein als in der Hand des Herrn und in den Händen Seiner Mutter? Wir übergeben dem Herrn die volle Verfügungsgewalt über unser Leben, über unsere Zukunft und über unsere Ewigkeit. Wir wollen tun, was Gott will! Das ist der tiefste Kern dieser Hingabe an den Herrn durch Maria. Es ist ein Weg zum Glück.

Jeder von uns kann sich fragen, ob er eine solche Hingabe tatsächlich will. Die Weihe an Jesus durch Maria ist aber letztendlich nur eine Erneuerung unserer Taufe. Wir bestätigen also praktisch nur, was wir vorgeben zu sein: Getaufte Christen, die Jesus Christus gehören.

Und als solche wiederum hat Gott uns in Seine Hand geschrieben und Er wird uns niemals vergessen.

Ihr