Gemeindebrief

Das Kommen des Herrn !

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

vor einigen wenigen Tagen behauptete eine berühmte Schauspielerin in den USA, dass Abtreibung ein Werk der Barmherzigkeit sei. Wie kann Mord Barmherzigkeit bedeuten?

Sofort fühlte ich mich an das Wort des Apostel Paulus in seinem zweiten Brief an Timotheus erinnert: „Das sollst du wissen: In den letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen. Die Menschen werden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen die Eltern, undankbar, ohne Ehrfurcht, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, rücksichtslos, roh, heimtückisch, verwegen, hochmütig, mehr dem Vergnügen als Gott zugewandt. Den Schein der Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der Frömmigkeit werden sie verleugnen“ (2 Tim 3, 1-5).

Sind nicht alle diese Eigenschaften deutlich sichtbar in unserer heutigen Zeit? Und bedeutet dies nun, dass wir kurz vor der angekündigten Wiederkunft von Jesus Christus in Herrlichkeit stehen?

Über den Zeitpunkt der Wiederkunft von Jesus Christus in Herrlichkeit schweigt die Kirche. Doch immer wieder warnt uns Jesus Christus im Evangelium, stets für das Kommen des Herrn bereit zu sein.

Der Advent ist die Zeit, in welcher wir uns auf das Kommen des Christkindes vorbereiten. Es ist eine Zeit der Busse und der Umkehr. Warum nicht diese Zeit nutzen, um sich für eine gute Beichte bei einem Priester vorzubereiten? Wir Priester können nur zu oft gerade in diesem Sakrament Zeuge des Kommens des Herrn in Seiner unaussprechlichen Barmherzigkeit sein. Hier werden Menschen tief berührt von Jesus, der jedem dann zuspricht: „Du bist für mich besonders wertvoll! Dir schenke Ich deine Würde zurück! Dir traue ich mit Meiner Hilfe Großes zu!“

Jesus will kommen und pocht an die Tür eines jeden Einzelnen von uns.

 

Ihr      


Die letzten Dinge

Im Monat November gedenkt die Kirche der verstorbenen Menschen.

Was geschieht nach unserem Tod? In unserer heutigen Gesellschaft können zu dieser Frage wohl die unterschiedlichsten Meinungen gehört werden.

Für uns Christen gilt aber die Antwort, die uns der Todesüberwinder, Jesus Christus, und somit Gott selbst dazu gegeben hat. Am 19. November 2022 wollen wir am Einkehrtag der Pfarrei in Meyenburg näher hinhören, was uns die Bibel und somit auch die Kirche zu diesen letzten Dingen zu sagen hat.

Oft ist der Welt, aber auch gerade uns Christen, zu wenig bewusst, dass Gott Mensch geworden ist, um uns mit unserer ausdrücklichen Mitarbeit eine gute und sichere Zukunft nach unserem Ableben hier auf Erden zu bereiten. Gott geht es in Jesus Christus darum, dass wir unsere Bestimmung für die ewige Glückseligkeit nicht verpassen. Dafür kam er in diese Welt. Deshalb wird er der Retter genannt.

Der Tag unseres Todes ist unser wichtigster Tag. Da wird entschieden. Entweder ewige Glückseligkeit oder ewiges, schlimmstes Leiden.

Der sogenannte aufgeklärte Mensch interessiert sich oftmals nicht mehr für diese wichtigsten Fragen seines Lebens. Er meint, dass er es besser wissen würde als Gott. Ein wirklich riskanter Weg!

Wir alle können uns fragen, ob unser eigener, diesbezüglicher Blick genügend geschärft ist? Möge die Mutter Gottes Maria durch ihre Fürbitte es erlangen, dass wir in diesem Leben die Prioritäten richtig setzten.

Ihr      


Die hl. Theresia vom Kinde Jesu

Am 1. Oktober gedenkt die Kirche einer ganz wichtigen Heiligen. Die hl. Theresia vom Kinde Jesu wird neben dem hl. Franz Xaver als Patronin der Weltmission verehrt.

Wie stark ihre  Fürbitte wirkt, konnte ich selber vor vielen Jahren erfahren. Als freiwilliger Helfer begleiteten wir in einem Tal in den Anden in Peru während zwei Wochen einen katholischen Priester, der dort die verschiedensten Bergdörfer besuchen wollte. Zuvor lud er uns ein, die neuntägige Novene der hl. Theresia vom Kinde Jesu für dieses Unternehmen zu beten.

In allen Dörfern wurden wir dann sehr herzlich empfangen. Die Leute wollten immer wieder, dass wir zusammen mit ihnen beten würden. Der Priester konnte in diesen zwei Wochen sehr viele Beichten hören und über 100 Personen taufen. 100 Taufen in zwei Wochen ! Da hat der Heilige Geist aber wirklich sehr stark gewirkt.

Die Fürbitte der hl. Theresia vom Kinde Jesu hatte geholfen. Sie selber sagte einmal: „Im Himmel muss Gott meine Wünsche erfüllen, weil ich auf Erden nie meinen Willen getan habe.“

Auch wir können uns deshalb mit großem Vertrauen an diese Heilige wenden, so dass auch wir durch ihre Fürbitte in unserem Leben immer wieder die greifbare Hilfe Gottes erfahren können

Ihr      


Klare Orientierung !

Wir alle sind in den letzten Jahren über das Ausmaß der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche geschockt worden. Zudem sind wir einer immer größeren Relativierung unseres so schönen Glaubens ausgesetzt. Sollen heute gewisse bereits von Jesus Christus bekräftigte Glaubenssätze einfach nicht mehr gelten, weil wir anscheinend in einem ganz neuen Zeitalter leben?

Wahrscheinlich fühlen sich verschiedene Gläubige verunsichert? Um aber hier wirkliche Hilfe anzubieten, und zwar nicht nur der einzelnen Person, sondern auch der ganzen Menschheit und vor allem allen Katholiken gibt es den Katechismus der Katholischen Kirche. Er ist klare Orientierung in unserer heutigen, schwierigen  Zeit.

Christen glauben vor allem nicht erst dann, wenn sie etwas mit ihrem Verstand verstehen, sondern sie glauben zuerst, was Gott geoffenbart hat, um – wie der hl. Augustinus sagt – dann zu verstehen.

Der am 11. Oktober 1992 vom heiligen Papst Johannes Paul II unterzeichnete Katechismus der Katholischen Kirche mit Gültigkeit für die ganze Welt basiert auf der gesamten Offenbarung Gottes in der Bibel und auf den dazu vom Heiligen Geist über die Jahrhunderte hindurch bis zur heutigen Zeit gegebenen erweiterten Erklärungen. Er zeigt uns auf, was Katholiken weltweit immer geglaubt haben und auch heute, insbesondere nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, glauben.

Der Katechismus der Katholischen Kirche besitzt also eine sehr hohe Autorität. Seine Autorität ist größer als diejenige eines oder mehrerer Theologen, eines Priesters, eines Bischofs, einer Bischofskonferenz und selbst des Papstes, wenn dieser nicht ausdrücklich „ex cathedra“ spricht, d.h. wenn er vorher ankündigt, dass er jetzt als Lehrmeister der Kirche sich zu Worte melde.

Freuen wir uns also, dass es in einer Zeit des großen Relativismus und der Verwirrung einen eindeutig sichtbaren und starken Felsen gibt. Christus ist diese Brandung. Er hat uns das Lehramt geschenkt, welches sich heute in abgekürzter Form eben im Katechismus der Katholischen Kirche präsentiert.

Ihr