Gemeindebrief

Wer dankt, lebt glücklicher !

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Am kommenden 2./3. Oktober 2021 feiern wir in unserer Pfarrei das Erntedankfest. Dieses Fest ist in der Kirche immer am Ende des Sommers angesetzt, zur Zeit, in welcher die Bauern die Ernte eintragen.

Aber wir alle haben Gott nicht nur für die Ernte zu danken, sondern eigentlich für Alles. Denn alles was wir sind, verdanken wir IHM. Und gewöhnlich sollten die Kirchen an einem solchen Festtag überfüllt sein, denn nicht nur Gläubige, sondern auch sogenannte nicht kirchlich organisierte Menschen verdanken alles dem dreieinigen Gott.

Unser materieller Wohlstand verleitet uns oftmals dazu, zu meinen, alles sei selbstverständlich und dass man anscheinend alles allein schafft und deshalb auch niemand zu danken bräuchte. Doch leben solche Menschen auch wirklich glücklicher als andere?

Der Apostel Paulus und mit ihm die Kirche geben uns dazu eine klare Antwort: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren“ (Phil 4, 6-7).

Wer Gott dankt, wird von Ihm immer wieder beschenkt, um mit einem tiefen Glück Seine Großzügigkeit von neuem zu bestaunen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Erntedankmonat Oktober

Ihr  


Die berühmteste Frau aller Zeiten!

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, 

„Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!“ (Lk 1, 48).

Im bekannten Mangificat sagt die Mutter Gottes Maria voraus, dass sie von nun an von allen Geschlechter selig gepriesen wird. Und tatsächlich kennt die Menschheit wohl keine so berühmte Frau wie Maria, die während zweitausend Jahren immer wieder so viele Bittanträge, Danksagungen und Ehrungen erhalten hat.

Am 8. September feiern wir in der Kirche das Fest Maria Geburt. Mit dieser Geburt wurde in der Geschichte der Menschheit ein neues Kapitel eröffnet. Nach Adam und Eva wurde nach Jahrtausenden der erste Mensch geboren, der ohne die Erbsünde im Mutterleib empfangen wurde.

„Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen“ (Lk 1, 42) rief ihr Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt zu.

Und warum war Maria mehr gesegnet als andere? Eine Antwort auf diese Frage erhalten wir, wenn wir in der Bibel das Leben von ihr näher betrachten. Sie war überaus demütig. Sie gehorchte den von Gott eingesetzten Ältesten der jüdischen Gemeinde, dem Engel Gabriel, dem Messias und dem himmlischen Vater, als dieser das Opfer Seines und ihres Sohnes einforderte.

Demut ist also im christlichen Leben ein wirklicher Schlüssel zum geistigen Aufstieg. Möge sie, die Mutter Gottes Maria, uns allen durch ihre Fürbitte helfen, sie immer besser nachzuahmen.

Ihr

 


Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Der nun beginnende Sommer lädt alle ein zur Entspannung, Erholung und Ruhe. Wir wissen aber von Jesus Christus, dass Er uns aufruft zu Ihm zu kommen, damit Er uns Ruhe verschaffen kann (Vergl. Mt 11,28).

Die Ruhe, die von Jesus Christus kommt ist immer wieder auch friedensstiftende Liebe unter uns allen.

Wir mögen uns manchmal über diese oder jene Person ärgern und sogar versucht sein, über sie schlecht zu sprechen oder sie zu verurteilen. Die friedensstiftende Liebe von Jesus lässt uns aber darüber nachdenken, ob dies nicht eher ein Akt unseres Zorns und unseres Stolzes wäre? Und letztendlich will diese Liebe, dass wir für die betroffene Person beten oder  ihr auch bewusst einen guten Dienst erweisen. Dies mag uns aber allen nicht so leicht fallen.

Aber gerade in einer solchen Situation ist es angebracht, zu Jesus zu eilen, um von Ihm Seine Liebe, Seine Ruhe und Seine Unterstützung zu erhalten. Und wir staunen dann oftmals, wie großzügig Er uns beschenkt.

Frieden, Ruhe und Geborgenheit kehrt ins Herz und in die Gemeinschaft ein.

In diesem Sinne wünsche ich allen zusammen einen wirklich erholsamen Sommer.

Ihr


Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

in der Kirche ist der Monat Mai besonders der Mutter Gottes Maria geweiht.  Im Monat Juni gilt  die Aufmerksamkeit speziell dem Herzen Jesu. Am 11. Juni feiern wir dieses Jahr das Hochfest des Herzen Jesu mit einer hl. Messe um 9.30 Uhr in Pritzwalk.

Wie sehr uns dieses Herz Jesu liebt, erkennen wir, wenn wir uns besinnen, was Jesus bereits für uns am Kreuz getan hat, bevor wir überhaupt geboren wurden. Hinter der Herz Jesu Verehrung steht im Vergleich zu andern Glaubensüberzeugungen die wohl einmalige Erkenntnis, dass wir in erster Linie nicht einer Pflichtreligion anhängen, sondern uns als Ergriffene der übernatürlichen Liebe des Gott-Menschen Jesus Christus betrachten.

Durch die Nähe zu Jesus kann Er durch Seine einzigartige Liebe in uns bewirken, was wir aus eigener Kraft nie schaffen würden. Dies war für den Apostel Paulus, den ehemaligen Pharisäer, der das jüdische Gesetz bestens kannte, eine umwälzende Erfahrung in seinem Leben. Er beschreibt sein Drama: „Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will....Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten? „ (Röm 7, 19 / 7,24). Auf diese Frage gibt er nun der Menschheit die entscheidende Antwort: „Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! (Röm 7, 25).

Jesus liebt uns! Er wird uns nicht enttäuschen, wenn wir Ihn vermehrt aufsuchen. Sein Herz steht ganz offen für einen jeden von uns.

Ihr 


Zuhören und Teilen

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

der Priester ist unter anderem auch Seelsorger. Er ist also von Gott dazu berufen, sich um das Seelenwohl der Menschen zu kümmern. Dabei hat die Kirche einen viel weiteren, größeren und umfassenderen Blick als nur ein Wohlfühlen in dieser begrenzten Welt. Es geht vor allem um das ewige Seelenheil.

Wenn uns aber etwas bedrückt, kann dies jedoch sehr wohl auch in einem Zusammenhang mit unserem ewigen Seelenheil gesehen werden. Die gegenwärtige Zeit ist für viele Leute in unserem Land bestimmt nicht einfach.

Deshalb will ich mit der neuen Initiative „zuhören und teilen“ Menschen in und außerhalb der Pfarrei die Gelegenheit eröffnen, sich in einem seelsorgerischen Gespräch auszutauschen. Die Kirche kennt eine lange Tradition der Seelsorge und weiß, dass sie dabei auf die verschiedensten übernatürlichen Mittel zurückgreifen kann.

Jeder von uns kann ein guter Zuhörer werden. Oftmals beginnt es damit, nicht mehr sich selber als Mittelpunkt des Geschehens zu betrachten und mit Gottes Hilfe den Schritt zu wagen, andern Menschen wirklich zuzuhören, sie zu verstehen und sich in ihre Lage hinein zu versetzen. Und plötzlich wird entdeckt, dass etwas aus Erfahrung oder Wissen unterstützend ausgetauscht werden kann.

Ihr